Montag, 12. März 2012

Die Religion Ökologismus

Jan Fleischhauer, Kolumnist beim Spiegel, weiß es ganz genau. Die Deutschen sind religiös und ihre Religion heißt Ökologismus. Es wird nicht viel darüber nachgedacht, ob das, was wir tun, um Rohstoffe oder Energie sparen, wirklich sinnvoll ist. Wasser sparen und Elektroautos fahren ist doch nicht so gut, wie man dachte.

Ja, Jan Fleischhauer hat Recht, wenn auch nur zum Teil.

Ein Trinkwassernetz wird für einen Zeitraum von mehr als 10 Jahre konzipiert. Am Tag des Baus muss schon berücksichtigt sein, ob sich vielleicht in 10 Jahren mehr Industrie angesiedelt oder die Bevölkerungszahl zunimmt. Stellt sich am Ende die Prognose als falsch heraus, wächst die Bevölkerung nicht so stark oder nimmt sie sogar ab, kommen auf den Netzbetreiber Kosten zu, die auf den Endverbraucher abgewälzt werden.

An dem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten: Man passt das Leitungsnetz an oder man betreibt das nicht-optimale Netz weiter. Beide Möglichkeiten sorgen für einen Anstieg des Fixkostenanteils der Wasserversorgung.

Für die Produktion für Elektroautos und für deren Nutzung muss Energie aufgewand werden genauso wie bei herkömmlichen Autos. Wird das Elektroauto mit Braunkohlenstrom "betankt", werden pro Kilometer 107 Gramm CO2 ausgestoßen. Fährt es mit Ökostrom, stößt es diese Menge CO2 nicht aus.

Darauf hätte Fleischhauer hinweisen können, dann gäbe es aber seine Religion "Ökologismus" nicht.


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